Der erste Überblick zur Spendenabsetzbarkeit NEU – DIRECT MIND

27. April 2017

Der erste Überblick zur Spendenabsetzbarkeit NEU

Das erste Quartal des Jahres haben wir hinter uns gebracht. Und das mit erstaunlichen Fakten. Doch zwischen all den Zahlen lässt sich ein Trend erkennen: Die Spender sind verunsichert – und der organisatorische Aufwand ist höher als erwartet.

Kategorien: Absetzbarkeit neu und Markt-Themen.

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Die wichtigsten Fakten gleich hier im Überblick

  • Die Spender sind durch die neue Regelung verunsichert. Das zeigt sich am gesamten Spendenmarkt in niedrigeren Reaktionsquoten.
  • Der bis dato älteste aktive Spender ist am 6. September 1917 geboren und feiert somit bald seinen 100. Geburtstag.
  • Einige Spender nutzen gleich mehrere Kanäle und senden die notwendigen Informationen via Internet-Seite, per Hotline und Spendenabschnitt. Damit vervielfacht sich der Aufwand.
  • Interessanterweise weichen allerdings die Daten immer wieder voneinander ab – es unterscheiden sich oft Name, zweiter Vorname, Geburtsjahr etc.
  • Das Thema der Spendenabsetzbarkeit beeinflusst das Spendenverhalten. Viele Aktionen liegen unter den Erwartungen.
  • Viele Spender wünschen eine Bestätigung über die Einreichung ihrer Daten, was wieder mehr Aufwand bedeutet.
  • Im Telefon-Fundraising fragen Spender vermehrt, ob wir für sie nun die Arbeitnehmerveranlagung übernehmen.

 

Die Auswertung

Zum 31.3. konnten wir folgende Daten aufzeichnen:

  • 20.167 Geburtstage
  • 1.733 neue Telefonnummern
  • 3.965 zusätzliche Handy-Nummern
  • 4.220 E-Mail-Adressen

Diese Informationen stammen allein von den Spendenabschnitten, die den Hausmailings beigelegt waren. Hinzu kommen noch die Geburtsdaten, die über die 30.000 E-Mails eingegangen sind, sowie über Anrufe und via Online-Plattform.

Insgesamt wurden dieses Jahr bisher 82.638 Geburtsdaten in unserem System erfasst. Eingetroffen sind viel mehr: Denn die Kisten stapeln sich noch! Ein hoch auf unsere HeldInnen des Jahres im Datenmanagement, die tausende Mitteilungen manuell erfassen!

 

Omi-Präsenz im Internet – gilt auch für Opa

Die sogenannten „Silver Surfer“ unter den Spendern nehmen zu: Bisher haben sich 9.685 Spender online auf spendenabsetzbarkeit.at eingetragen. Wer das macht, gibt auch gerne seine E-Mail Adresse bekannt. Beachtlich ist auch das Alter der Spender, die auf das Online Tool zugreifen. Nicht wenige unter den in den 20-er-Jahren Geborenen bedienen sich dieses Mediums – und für 40-er-Jahrgänge ist die Nutzung Gang und Gäbe.

 

Telefon

An unserer Spender-Hotline haben wir seit Beginn des Jahres 32.544 Anrufe entgegen genommen. Das ist jetzt nach drei Monaten schon mehr als wir im gesamten letzten Jahr erhalten haben. Leider sehen viele Spender den Nutzen der neuen Regelung nicht und fühlen sich verunsichert. Das geht meist auf Fehlinformationen zurück: vom Finanzamt selbst, von den Banken und sogar von Steuerberatern. Deshalb dauern die Gespräche oft länger, um die Missverständnisse aufzuklären.

 

So sieht sie aus…

Die erste vbPK SA-Nummer: Es geschah am 28.3. dieses Jahres um die Mittagszeit, als die erste verschlüsselte bereichsspezifische Personen Kennzeichen Steuern & Abgaben-Nummer bei uns eintraf. Und wie Sie wissen, ist es nicht irgendeine Nummer, sondern eine 172–stellige verschlüsselte Zahl mit einer Verifizierung über das Melderegister.

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Kurz:
Eigentlich sollte die Spendenabsetzbarkeit NEU den Spendern die Arbeit erleichtern. Doch zur Zeit sorgt diese eher für Verwirrung. Die mangelnde Kommunikation der öffentlichen Stellen wird auf dem Rücken der Organisationen und Dienstleister ausgetragen. Nicht zuletzt stehen diese vor einem erheblichen Datenbank-Programmieraufwand und genauer Dokumentationspflicht. Und die Ergebnisse im Fundraising liegen deutlich unter den Erwartungen!

Die versprochene Info-Kampagne des Finanzministeriums hat bis dato nicht stattgefunden – und findet hoffentlich nicht dann statt, wenn die Spendenbereitschaft am größten ist: in der Vorweihnachtszeit! Das ist im Fundraising der schlechteste Zeitpunkt für Verunsicherung und Ablenkung.

Wir sind gespannt, was die nächsten Monate bringen und machen uns für anstehende Lösungen stark!

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