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FUND-
RAISING

Daten und Fakten zum
Spendenmarkt & Spendenindex

Wir analysieren immer auch das Umfeld, wenn es ums Spenden geht. Hier finden Sie ein schönes Beispiel dafür: den Spendenindex für Österreich, der rund 150 Millionen Euro an Jahres-Spendenvolumen repräsentiert. Wenn Sie sich unten auf dieser Seite einloggen, gibt es sogar noch mehr Daten – und für alle, die schon mitmachen, auch die individuelle Vergleichskurve im Index!

Ein doch „versöhnlicher“ Jahresabschluss beim Spendenindex: Nachdem die letzten Monate – auch durch die Bankenumstellung – mühsam waren, liegt der Dezember-Index mit 199 Punkten 4 Punkte über dem Dezember-Index aus 2024. 

Auch der Blick auf die einzelnen Indexbereiche zeigt ein erfreuliches Bild: Alle drei Bereiche liegen im Dezember über dem Niveau des Vorjahres. Der Bereich „Humanitär“ verzeichnet mit 186 aktuellen Indexpunkten ein Plus von 4 Punkten im Vergleich zum Vorjahr. Bei „International“ liegt der Dezemberindex bei 232 Indexpunkten. Im Vorjahr waren es 229. Und der Bereichsindex „Tiere & Umwelt“ liegt mit aktuell 163 Indexpunkten ebenfalls über dem Wert aus 2024 – es sind 5 Punkte mehr. 

Wenn Sie weitere aktuelle und fundierte Infos zum Spenden lesen wollen, klicken Sie sich hier.

Organisations-Index

Machen Sie mit

Als teilnehmende Organisation erhalten Sie einen geschützten Bereich mit Ihrer individuellen Index-Kurve. Damit bekommen Sie einen schnellen Überblick und können Ihre Zahlen mit dem allgemeinen Index und dem Bereichsindex vergleichen.

So lesen Sie den Spendenindex

Die Indexlinie von 100 entspricht den Spendeneinnahmen eines durchschnittlichen Monats. Dieser Durchschnitt errechnet sich – für jede Organisation – aus den monatlichen Spenden der vergangenen Jahre (mit Extremwert-Glättung).

Liegt der aktuelle Wert in einem Monat über 100, dann gab es in diesem Monat mehr Spenden als in einem durchschnittlichen Monat. Und umgekehrt. Dieser aktuelle Drei-Jahres-Durchschnitt ist der Referenzwert, die Eichung.

Der Gesamt-Index gibt einen schnellen und guten Marktüberblick. Die Teilbereiche sind nach Spendenthemen gruppiert und erleichtern die Vergleichbarkeit.

 

Wer diese Kennzahl schon nutzt

Der Index umfasst ein Jahresspendenvolumen von knapp 150 Millionen Euro. Folgende Organisationen sind mit dabei:

 

Allianz für Kinder

Amnesty International

Ärzte ohne Grenzen

Barmherzigkeit International

Bergrettung NÖ/W

Blinden- und Sehbehindertenverband Oberösterreich

Camphill Liebenfels

CARE Österreich

Christoffel Blindenmission

DEBRA Austria

E.motion

Eulen- und Greifvogelstation

Geben für Leben

Haus der Barmherzigkeit

Herzkinder Österreich

Hilfswerk OÖ

Institut für Krebsforschung

Jane Goodall Institut Austria

Kinderhospiz Netz

Kindernothilfe Österreich

Kirche in Not

Krankenhaus der barmherzigen Brüder Salzburg

Licht für die Welt

M.A.S. Alzheimerhilfe

Mefo Graz

NOMA

NPH Österreich

OÖ Tafel

ÖHTB

Österreichische Rettungshundebrigade

Österreichischer Behindertensportverband

Österreichisches Rotes Kreuz 

Pro Juventute

Pro Mente OÖ

Rettet das Kind

ROTE NASEN

SOS Mitmensch

Tiergarten Schönbrunn

Tierparadies Schabenreith

VIER PFOTEN

WWF

Spendenmarkt

Wir analysieren für Sie die Details und die großen Zusammenhänge. Damit Sie Ihr Fundraising auf sichere Beine stellen. Hier einige interessante Fakten rund ums Spenden. Und um die damit verknüpften, ewigen Fragen im Fundraising: Wie viel, wo, wer, wofür und wie?

Wie hoch ist das Spendenvolumen?

Quelle: Public Opinion – Studien 2004 bis 2025
Quelle: Fundraising Verband Austria – Spendenbericht 2008 bis 2025

Spendenvolumen – das sagt der FVA:

Jahr 2021 850 Mio.
Jahr 2022 1,100 Mrd.
Jahr 2023 1,075 Mrd.
Jahr 2024 1,070 Mrd.
Jahr 2025 1,070 Mrd.

Die vorsichtige Schätzung (Stand November 2025) vom Fundraising Verband Austria (FVA) geht von einem Spendenvolumen von 1,070 Mrd. Euro für 2025 aus. Damit rechnet der FVA für 2025 mit einer Stagnation des Spendenvolumens auf hohem Niveau. Das bedeutet, dass 79% der Personen ab 16 Jahren im Schnitt 117 Euro spenden. Die hohe Spendenbereitschaft zeigt, dass der langanhaltenden Inflation und der daraus entstehenden Belastung für die Menschen zum Trotz die Spendenkultur in Österreich erstaunlich stabil ist.

Spendenvolumen – das sagt Public Opinion:

Die Zahlen der Studie basieren auf einer Schätzung, bei der es sich nur um einen groben Wert handelt, da sie auf der Umfrage zum Spendenverhalten basiert. Public Opinion schätzt, dass 2025 rund 897 Mio. Euro gespendet wurden. Für 2024 wurden 828 Mio. Euro hochgerechnet. Public Opinion geht nämlich davon aus, dass das Spendenaufkommen pro Person mit durchschnittlich 156 Euro zwar so hoch wie niemals zuvor ist, ortet aber gleichzeitig einen Rückgang der Spendenden. Und zwar von 79 Prozent im Jahr 2024 auf 76 Prozent im Jahr 2025.

Spendenaufkommen pro Einwohner im internationalen Vergleich

Wo sind großzügige Spender in Österreich zuhause?

Kopf-an-Kopf-Rennen: 2025 haben Salzburg, Tirol und Vorarlberg mit nur einem Punkt Vorsprung den ersten Platz erreicht. Die Spendenbereitschaft liegt hier bei großartigen 87% und einer Spendenhöhe von 157 Euro. Auf Platz 2: Niederösterreich und das Burgenland mit 86% und 148 Euro. 

Oberösterreich erzielt den 3. Platz: Hier liegt die Spendenbereitschaft 2025 bei 68% und die durchschnittlich Spendenhöhe bei 193 Euro. Die Bundeshauptstadt Wien landete 2025 auf dem 5. Platz. Hier spendeten diesmal nur 66%. Im Vorjahr waren es 74%. (Quelle: Befragung von Public Opinion, Studie Spendenmarkt 2025).

 

Bezirksgrafik

Nach der Analyse des Verhaltens lassen sich auch einige Bezirke hervorheben. Wo sind viele Spender*innen zu Hause mit einem gleichzeitig hohen Anteil an großzügigen Spendensummen? Dazu haben wir die Daten der letzten zehn Jahre aus unserer Fundraising-Software „Prosperus“ ausgewertet: Je dunkler, desto spendenfreudiger der Bezirk.

Quelle: DIRECT MIND-Analyse

 

Abseits der Spendensumme: Wer reagiert wie?

Mit dem Alter steigt die Hilfsbereitschaft. Nicht bei allen Spendern*innen ist das Alter bekannt. Aber da, wo man es weiß, zeigt sich diese Tendenz. Spender, die älter als 65 Jahre sind, leisten 50 Prozent aller Spenden-Akte und etwas weniger als die Hälfte der Gesamtspendensumme. Das zeigt unsere Langzeit-Analyse mit fast zehn Millionen Spenden.

Wie wird gespendet? 

Das Angebot, über welche Kanäle gespendet werden kann, steigt. Aber wird das theoretische Angebot auch praktisch genutzt? Oder gibt es nach wie vor nur einen großen Hecht im Teich: den Spendenbrief?

Hier sehen Sie, wie sich die Spendenformen über die Jahre entwickelt haben:

Der Spendenbrief hat nach wie vor die Nase vorn und liegt weit vor dem Zweitplatzierten: dem Online-Bereich. Dieser differenziert sich immer weiter aus und besteht aus Social Media, E-Mails, Spendenplattformen und Spendenwebseiten. Daher überholte der Bereich Online die regelmäßige Spende per Mitgliedsbeitrag.

Wofür wird gespendet?

Generell geht die Spendenbereitschaft leicht zurück. Und zwar von 79% auf 76%. Tiere und Kinder liegen 2025 gleichauf bei 30%. Auf Platz 3 liegt die Katastrophenhilfe im Inland. 

Eine weitere Beobachtung: Als Reaktion auf den Ukrainekrieg und die Eskalation im Gazastreifen stieg in den letzten Jahren die Spendenbereitschaft für Katastrophenhilfe im Ausland. Diese steigt derzeit nur mehr marginal. Es scheint sich eine Kriegsmüdigkeit breit zu machen. Dafür spricht auch, dass andere Themen wie „Projekte aus der Region“ und Spenden im Sport- und Kunst- und Kulturbereich zulegen.

Danke an Public Opinion:

Wichtige Details zu den Befragungen mit aktuellen Hintergrund-Informationen können Sie hier bestellen.