Die wichtigsten Zahlen und Erkenntnisse aus 2016 – DIRECT MIND

26. Jänner 2017

Die wichtigsten Zahlen und Erkenntnisse aus 2016

Erfreulich: Das Fundraising-Jahr 2016 bleibt auf hohem Niveau. Die interessanten Fakten stecken in den Details.

Kategorien: Innovationen, Kennzahlen und Markt-Themen.

Der Markt bleibt stabil

Die Zahlen, die der Fundraising Verband Austria im neuen Spendenbericht nennt, sind noch nicht final. Denn das vierte Quartal 2016 wird wie üblich hochgerechnet. Mit den vorliegenden Zahlen lässt sich aber dennoch festhalten: Das Spendenaufkommen für 2016 bleibt auf erfreulich hohem Niveau – und wird voraussichtlich wieder den Rekordwert des Vorjahres von 625 Millionen Euro erreichen.

 

Interessant

Die Daten von Spender-Befragungen sind etwas zurückhaltender: Aus den Zahlen der Meinungsforschung von Public Opinion ist die Tendenz leicht rückläufig. Die Hochrechnung aus der Umfrage kommt auf fast 600 Millionen Euro. Als Service haben wir die wichtigsten Details rund um den aktuellen Spendenmarkt hier für Sie zusammengetragen – inklusive Spenden-Gründe und Spenden-Kanäle.

Für beide Markteinschätzungen gilt: Das Spendenaufkommen ist erfreulich hoch.

 

Letztes Quartal mit Spitzenwerten

Wie üblich zeigt das letzte Quartal die besten Fundraising-Kennzahlen. Was uns besonders freut: Zum Ausklang von 2016 konnten gleich mehrere Aktionen, die wir gemeinsam mit unseren Kunden entwickelt haben, einen neuen Allzeit-Rekord erreichen.

 

Skurriles aus dem letzten Jahr

Die ungewöhnlichste Aktion, die wir umgesetzt haben: E-Mailing-Kampagnen und Direct-Response-TV sind keine Neuerungen mehr. Aber hätten Sie gedacht, dass eine Paradeiser-Patenschaft funktioniert? Ja, eine Patenschaft für eine Tomaten-Sorte. Wir haben es probiert und es hat geklappt. Erstaunlich, oder?

 

Ein Vergleich mit dem Rekordjahr 2015

Damals waren die Erdbebenkatastrophe in Nepal und Flüchtlinge als Themen präsent. Nach dem Beben konnte man auch im Spendenindex eine höhere Spendenbereitschaft erkennen. Ein Blick auf die einzelnen Index-Bereiche lohnt sich.

Auch 2016 gab es ein Erdbeben: in Italien. Vergleicht man die beiden Beben und nimmt die Suchanfragen bei Google als Kennzahl, erkennt man, dass das Interesse 2016 deutlich geringer ausfällt. Gleiches gilt für das Spendenaufkommen. Hier lag der Wert im Bereich „Internationale Hilfe“ sogar leicht unter dem Vorjahr. Was vermutlich auch mit der Zahl der Opfer zusammenhängt.

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Suchanfragen bei Google: rot – Erdbeben Nepal, blau – Erdbeben Italien. Quelle Google-Trends.

 

Spannend ist auch, dass die Flüchtlingsthematik noch mehr Interesse weckt, wenn man die Suchanfragen betrachtet. Die Spendenbereitschaft dafür bleibt aber in den Fundraising-Zahlen unauffällig. Im Spendenindex lässt sich diese Zacke nicht erkennen.

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Suchanfragen bei Google: gelb – Flüchtlingsthematik und unverändert: rot – Erdbeben Nepal, blau – Erdbeben Italien (rechts, kaum noch zu erkennen).

 

Ein Blick auf die Bundesländer

Spendensumme pro Person: Im Bundesländervergleich 2015 lag Oberösterreich mit rund 154 Euro pro Spender deutlich an der Spitze. Erstaunlich, dass hier dieser Wert im Jahr 2016 auf 97 Euro gesunken ist. Neuer Spitzenreiter aus der Befragung von Public Opinion ist die Region Steiermark und Kärnten mit einem Betrag von 178 Euro.

 

Bei der Spendenbereitschaft hatten 2015 Niederösterreich und das Burgenland die Nase vorne. Hier spendeten rund 67% der Bewohner. 2016 stehen sie noch immer an der Spitze was die Spendenbereitschaft betrifft. Laut aktueller Befragung sind es jetzt sogar 74%. Mehr Infos auch dazu finden Sie hier.

 

2016: die Zahlen des FVA zusammengefasst

625 Mio. Euro wurden von Österreicherinnen und Österreichern gespendet.

15-20 Mio. Euro spendeten sie für die Flüchtlingshilfe.

122 Euro betrug die durchschnittliche Jahres-Spendenhöhe.

Erlagscheine bleiben der beliebteste Spendenkanal.

187 Mio. Euro an Spenden werden steuerlich abgesetzt – fast jeder dritte gespendete Euro.

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