Der Österreichische Kongress komprimiert – DIRECT MIND

8. November 2016

Der Österreichische Kongress komprimiert

Spannend! Neue Zugänge und viele neue Gesichter. So lässt sich der Österreichische Fundraising-Kongress gut zusammenfassen. Die Details, Inspirationen und Ideen dazu finden Sie in diesem Blog.

Kategorien: Fundraisingkongress, Innovationen und Veranstaltungen.

Mit wenig Geld viel erreichen!

Entwicklungshilfe ist im Fundraising kein leichtes Brot. Jacob Finnbjørn Møllemose hat daher in Norwegen eine neue Idee mit einer altbewährten Strategie verbunden. Er hat nicht Spenden gesammelt, sondern Job-Vermittler. Menschen, die mit einem Mikro-Kredit helfen, ein kleines Geschäftsmodell zu verwirklichen. Mit „Jobbskaper“ – was sich ungefähr mit „Job-Ermöglicher“ übersetzen lässt.

Und was macht man, wenn man für so eine Aktion nur wenig Geld investieren kann? Man fokussiert seine Strategie: in einer Stadt, mit einem Ziel, einen Monat lang.

Pink war die Farbe, die in dieser Zeit dominiert hat. Auf der Straße mit Luftballons, auf den T-Shirts der Werber in der Stadt, die als „Headhunter“ unterwegs waren. Inserate, Telefonmarketing und Aktionen mit lokalen Prominenten haben die Kampagne zu einer runden Sache gemacht.

Damit konnten über 5.000 neue „Jobs vermittelt“ werden. Und im nächsten Jahr ist eine neue Stadt im Fokus. Entwicklungshilfe einmal anders gedacht.

https://www.youtube.com/watch?v=qPKqMOIl8dk

 

Neues Format, neuer Wind!

Wer es gesehen hat, wird zustimmen: Die Kurzpräsentationen über „eine Idee, die ich selber gerne gehabt hätte“, waren ein echter Zugewinn! In fünf Minuten mussten die Teilnehmer die Fundraising-Idee auf den Punkt bringen. Das war spannend und unterhaltsam: vom essbaren Dankbrief, zur beeindruckenden Entwicklungshilfe, der nützlichen „Flip-Flop-Methode“, … bis hin zur Spende für eine Toilette.
Lustig, dass das stille Örtchen den lautesten Applaus geerntet – und damit gewonnen hat. Wir haben uns mitgefreut!

 

Inspirationen im Stakkato

  • Fragen Sie Ihre Spender, was ihnen wichtig ist. Gehen Sie auf diese Wünsche ein.
  • Drip Marketing und Spender-Journey. Definieren Sie wie und wann Sie Ihre Spender ansprechen. Aber Achtung bei computergenerierten Automatismen. Sie erfordern besondere Sorgfalt! Denn Fehler gehen auf Kosten der Glaubwürdigkeit.
  • Denken Sie über den Tellerrand. Auf Tinder sucht man via App seinen Partner: mit einer Geste – gefällt mir oder gefällt mir nicht. Wussten Sie, dass über diese Plattform auch schon Hunde und Katzen ein neues Zuhause gefunden haben?
  • Arbeiten Sie an Ihrer Marke. Wofür stehen Sie? Welche Werte vermitteln Sie? Welche Geschichten erzählen Sie? Je mehr zusammen spielt, desto größer die Wirkung. Machen Sie mehr, als den „branchengenerischen Hygienestandard“.
  • Das gilt auch für Ihre Spender: Denken kostet Energie – und ist für Menschen wie das Schwimmen für Katzen! Sie können es alle, vermeiden es aber. „Behavioral Economics“ untersucht die Faustregeln unseres Denkens. Machen Sie es Ihren Spendern leichter!
  • Mut für neue Ideen ist gut. Aber zu wenig. Denken Sie auch an das Budget.
  • Virtual Reality ist im Fundraising bereits Realität – und nicht nur virtuell.
  • Integrierte Kampagnen bringen deutlich bessere Fundraising Erfolge, als einzelne Maßnahmen. Mut und Innovation zahlen sich aus.

 

Hier der Link zu den wichtigsten Infos vom Internationalen Fundraising Kongress.

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